Mit ‘Twitter’ getaggte Artikel

Interessantes Web-Tool “ZMAGS”

Freitag, 06. November 2009

Attraktives Web-Tool endeckt: ZMAGS.

Könnte sich gut zur Katalogerstellung, Präsentation, Buchshop etc. eignen. Mit tollen Features und Zusatzapplikationen. Ich konnte leider auf die Schnelle keinen Preis ausfindig machen. Vielleicht haben die Leser mehr Glück.

An dem Beispiel sieht man aber deutlich, wohin die Entwicklung geht. Online-Magazine können kinderleicht selbst erstellt werden, das Lesen selbst erhält durch Links und andere Verknüpfungen eine andere Ebene, die medialen Grenzen verschwinden. Man male sich nur mal einen Buchkatalog und seine Präsentation in dieser Form aus, und man bekommt eine Ahnung von der nahen Zukunft, auch die der Antiquariate. Möchte gerne mal einen Test machen.

Übrigens ZMags twittert auch.

Angebotsbündnis unabhängiger Antiquariats- Homepages (AUAH)

Montag, 11. Mai 2009

Das Web2.0 ist ein social web. Es funktioniert ohne große Hierarchien, leader und die bekannten, alten Strukturen. Und das wunderbar gut. Im April formierten sich eine Reihe von Antiquariaten zu einem lockeren, aber für die Liebhaber des antiquarischen Buches attraktivem Bündnis: Ziel ist es, den bestehenden Kunden und zukünftigen Neukunden erweiterte Kaufanreize durch Nachlässe und reduzierte/ entfallende Versandkosten zu bieten. Damit verbindet sich folgerichtig auch eine erhöhte Motivation des Katalogstöberns auf den eigenen Homepages dieser Antiquariate.

Wie sieht das Angebot aus? Wer bei den sich beteiliegenden Antiquariaten auf ihren jeweiligen Homepages direkt bestellt und nicht über die großen Plattformen, erhält Nachlässe auf die Buchpreise des antiquarischen Angebotes und Versandkostenersparnisse.

Entstanden ist die Idee über Twitter und war ebenso schnell umgesetzt. Die Antiquariate weisen auf ihren Blogs/ Homepages auf diese Gemeinschaftsauktion hin und promoten damit auch über die Homepage-Links die Kollegen.

Auch ANGELIBRI hat sich dieser Gemeinschaftsaktion angeschlossen. Für mich ist das ein wunderbares Beispiel, wo die Reise hingeht, und wie einfach es auch sein kann, zielgerichtete kleine “Netze” ins Leben rufen und Win-Win-Situationen für Verkäufer und Käufer schaffen.
Dass ausgerechnet Antiquare so aktiv in der modernen Netzwelt agieren, hätte ihnen wahrscheinlich so mancher gar nicht zugetraut. Ich bin sicher, dass diese Aktion erst der Anfang war und den Startschuß gegeben hat zur heute notwendigen Gemeinschaftsbildung, um der sich völlig verändernden Handelswelt zu stellen und gemeinsam erfolgreich zu bleiben / zu werden.
Was erwartet den bibliophilen Netzsurfer: aktuell bieten sich ihm 19 Homepages (Antiquariate) zum Bücherrundgang und den geschilderten Sonderkonditionen. Die Antiquariate decken die Genres und Interessen vielfältig ab. In Summe sind es über 260.000 Einzeltitel, die bei diesen Händlern gelistet sind. Wahrscheinlich sind es nochmal soviel an bisher noch nicht gelisteten Bücherschätzen der Antiquariatsbestände. Sprechen Sie die Antiquare einfach auf ihre nicht gefundenen Wünsche an. Die Chance ist sehr groß, daß Ihnen kurzfristig geholfen werden kann. Die Liste der Bündnis-Antiquariate ist offen; es kommen im Verlaufe der Zeit sicher noch mehr dazu. International sind wir bereits.

Ich persönlich freue mich über dieses gemeinsame Vorhaben zum Wohle unserer Kunden und bin schon gespannt, was wir uns noch einfallen lassen.

Wenn mal wieder ein verregnetes Wochenende naht, machen Sie einfach einen extensiven Antiquariatsbummel, direkt aus ihrem Wohnzimmer heraus. Die Adressen-Links der anzusteuernden Online-Läden hierfür finden Sie auf dieser Blogseite.

Einen bibliophilen und erfolgreichen Einkaufsbummel wünscht

Rudolf Angeli
ANGELIBRI

Antiquariat und Internet (Teil 1)

Mittwoch, 08. April 2009

Ein echter Diskussions-Dauerbrenner in der Branche. Große Chancen oder Teufelszeug? Wie sieht die Zukunft des Antiquariatsgeschäfts aus? Hat das gute Buch, das alte Buch überhaupt Zukunft? Gibt es denn noch richtige Leser, Sammler und Bibliophile alten Schlages, die die Kultur und ihre wahren Güter hochhalten? Kann ein Antiquar ökonomisch überleben? Sterben seine bisherigen Zielgruppen aus ohne dass neue nachwachsen bzw. ausfindig gemacht werden können? Die Reihe der Fragen ist schier endlos. Wie wirken sich E-Commerce, Ebook, Blogs, Twitter und überhaupt die wachsende virtuelle Netzwelt aus? Über die richtigen Antworten und Prognosen wird heftig debattiert und schwadroniert,  die Wogen gehen tsunamiartig hoch.
Ich möchte an dieser Stelle nicht weiteres Öl auf dieselben gießen, sondern in lockerer, sporadischer Beitragsfolge Teilthemen beleuchten und Hinweise, Tipps, Anregungen geben, wie der “neumodische Kram” im wahrsten Sinn des Wortes behandelt werden kann. Die neue Welt hält vieles bereit und täglich kommt wunderbares dazu.
Man braucht nur ein paar Eigenschaften, um sich diese Welt zu erschließen:
Veränderungsbereitschaft, Aufgeschlossenheit und unstillbare Neugierde.
Hinweis:
 AMAZON: Von vielen geschmäht… und doch der größte virtuelle Marktplatz für Bücher, auch für gebrauchte/ antiquarische. Seitdem die großen Internet-”Kontinente” (AMAZON, GOOGLE und Co) ihre Millionen gespeicherten Bits and Bytes viel freizügiger zur Verfügung stellen, können neben den eigentlichen umfangreichen Basisdaten (Buchtitel und was sich alles darum rankt -Beschreibungen, Rezensionen, Listen, etc-  auch “versteckte” Informationen sichtbar gemacht werden.
Auf der site von Steve Weber findet sich eine sogenannte buyer’s waiting list für AMAZON.com, absteigend sortiert nach “Preisen” (Wertangabe des suchenden, willigen Käufers, bis zu welchem er bereit ist, den Kauf zu tätigen). Wem die Seitenspringerei zu mühsam ist: hier die komplette Liste auch für die eigene Harddisk.
Leider gibt es vergleichbares für die deutsche AMAZON-Seite noch nicht.
Eine weitere hilfreiche Informationsquelle bei AMAZON ist die sogenannte Ranking-Zahl (Verkaufsrang) des Buchtitels. Dieses Ranking erfolgt nach verkauften Stückzahlen und wird bei den ersten 10.000 stündlich aktualisiert. Ranking number 1: absoluter TOP-Seller; > 1 Mio meist “ziemlicher Ladenhüter”. Anhand dieser Sales Rank Ziffer können Amazon-Verkäufer abschätzen, wie lange sie auf den Verkauf eines gelisteten Titels warten müssen. Weitergehende Details können hier nachgelesen werden.

Hinweis: EUROBUCH: Suchmaschinen sind auch für das Antiquariatsgeschäft ein unentbehrliches Hilfsmittel geworden. Mit permanent wachsenden zusätzlichen Dienstleistungen buhlen die Suchmaschinenbetreiber um die Gunst ihrer Nutzer. Die Meta-Suchmaschine EUROBUCH.COM, die ich als sehr empfehlenswert empfinde, ist sehr fortschrittlich im Ausbau ihres ergänzenden contents. EUROBUCH deckt eine Vielzahl an Bücherportalen und Plattformen ab, einzig -bedauerliche- Ausnahme ZVAB.
Etwas versteckt unter der Seite “Bücher” findet sich eine SUB-Suchmaschine, die sogenannte Preistendenz Buchdatenbank, die nach Eingabe einer ISBN die von der Suchmaschine gespeicherten Suchen der Vergangenheit auswertet und statistische Ergebnisse, zum Teil in graphischer Form liefert. Die gefundenen Vergangenheits-Preisangebote und die sich entwickelnde Preistendenz sind meines Erachtens eine sehr hilfreiche Information bei eigenen Preisüberlegungen und -kalkulationen.
Direkt im Anschluss an die statistische Auswertung kann eine aktuelle Buchsuche dieser ISBN erfolgen.
An diesem Beispiel ist auch ersichtlich welche Informations- “Schätze” die Suchmaschinenbetreiber auf ihren Datenbanken ansammeln. Man muss sie nur intelligent und (Kunden-) zielgerecht heben.

-Wird fortgesetzt-

Rudolf Angeli
Buchsalon